Nachbehandlung nach Hallux valgus-Operation

Distale Metatarsale Osteotomien erlauben die zunehmende Vollbelastung in der 2. Woche nach der Hallux valgus-Operation. Alle Patienten werden zunächst angewiesen, postoperativ nur mit 30 kg zu belasten. Das ist in der Regel für alle Patienten möglich. Danach wird die weitere Belastung individuell festgelegt. Die Zehen können nach der Operation bewegt werden. In der 3. Woche nach OP kann mit regelmäßiger Krankengymnastik ohne Verband begonnen werden, 2 – 3 Übungseinheiten pro Woche sind sinnvoll. Hierbei wird das Gehen und Stehen im postoperativen Verbandsschuh mit steifer Sohle instruiert. Die Beweglichkeit der Zehen wird durch Mobilisation und passives Bewegen der Zehen im Zehengrundgelenk gefördert, wobei die Auswirkung von Schmerzen durch die Bewegung kein Hindernis darstellen sollte, die Bewegungsübung trotzdem durchzuführen.

Lymphdrainage kann zur Reduktion der Schwellung beitragen.

Hier ist aber zu bedenken, dass diese mit 2 maximal 3 Therapieanwendungen pro Woche nur bedingt dauerhaft zu einer Rückbildung der Schwellung führen kann. Wichtig ist die Wiederherstellung der normalen Gelenkbeweglichkeit und durch Vollbelastung die Betätigung der Weichteilmuskelpumpe durch Belastung des Fußes.

Zum Schutz vor wiederauftretender Fehlstellung in den Valgus kann eine Hallux valgus-Schiene sinnvoll sein. Zu berücksichtigen ist auch die spontane übermäßige Überstreckung fußrückenwärts in den Zehengrundgelenken. Hier ist darauf zu achten, dass der Zeh passiv und aktiv nach plantar (nach bodenwärts) mobilisiert wird und in die Gegenrichtung fussrückenwärts.

Nach 6 Wochen können weite normale Schuhe wieder angezogen werden. Nach 8 Wochen ist in der Regel die sportliche Belastung des Fußes beginnend möglich.

Bei der proximalen Osteotomie und Lapidusarthrodese ist die Vollbelastung im Normalschuh auch nach 6 Wochen wieder möglich. Die Teilbelastungszeit sollte 4 Wochen betragen. Danach kann zunehmend in die Vollbelastung übergangen werden.

Die Mobilisation der Zehengrundgelenke ist in gleicher Weise möglich. Hier kommen passiv-assistive, aktive und manualtherapeutische Bewegungsübungen zum Einsatz.

Über den Autor:

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Sportmedizin, Chirotherapie, zertifizierter Fuß- und Sprunggelenkschirurg der D.A.F. und der DGOU, Unfallarzt der BG >zum Arzt

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