Milchzuckerschrauben ersparen dem Patienten die Entfernung von Metallschrauben

Bis heute sind operative Eingriffe an den Füßen bei Patienten als auch den behandelnden Ärzten gleichermaßen nicht sehr beliebt. Früher war oft eine zweite Operation nötig, um die bei orthopädischen Eingriffen an Fuß und Sprunggelenk zur Fixierung benötigten Metallschrauben wieder zu entfernen. Dr. Kinast, der als Mitglied der deutschen und der amerikanischen Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie seit über 30 Jahren seine Erfahrungen auf zahlreichen nationalen wie internationalen Kongressen weitergibt, verfeinerte die Technik mit resorbierbaren Schrauben – den sogenannten Milchzuckerschrauben – für beispielsweise die operative Behandlung des Hallux valgus. Nicht zuletzt auf Grund dieses unermüdlichen Einsatzes des Spezialisten-Teams um Dr. Kinast – und seit 2017 gemeinsam mit Fuß- und Sprunggelenkschirurgin Dr. med. Imke Fröhlich – kommen seit mehr als zehn Jahren resorbierbare Schrauben und -Stifte (im Volksmund „Milchzuckerschrauben“) in Deutschland zum Einsatz.

Milchzuckerschrauben versus Metallschrauben

Ein Knochenbruch wird an der Bruchstelle mit Nägeln und Schrauben – in der langen Tradition der Chirurgie aus Metall – fixiert, damit er wieder richtig zusammen wachsen kann. Nach Abschluss des Heilungsprozesses müssen diese Nägel und Schrauben unbedingt in einer Folgeoperation wieder entfernt werden, denn der Körper nimmt diese als Fremdkörper wahr.

OZA Dr. Kinast - Fuss mit Milchzuckerschraube

Dr. Kinasts Milchzuckerschrauben, 2 bis 2,5 Millimeter dünne bioresorbierbare Schrauben aus einem auf Milchsäure basierenden Material lösen sich im Wasser des Körpers nach ca. acht bis vierzehn Monaten ganz von selbst auf und machen somit die erforderliche Nachoperation, wenn Metallschrauben verwendet wurden, überflüssig. Im Zentrum Fuß und Sprunggelenk München setzt Dr. Kinast mit seinem Team bei zehn bis fünfzehn operativen Korrekturen an Ballen und Zehen pro Woche Milchzuckerschrauben ein. Obwohl diese resorbierbaren Schrauben teurer sind als Schrauben aus Metall zahlt es sich alleine deshalb aus, weil die Kosten für die Folgeoperation der Entfernung von Schrauben und Nägeln weg fällt. Insbesondere aber hat es sich aus psychologischer Sicht erfolgreich durchgesetzt und ist heute bei vielen Chirurgen etabliert. Früher hatte der Patient schon beim bloßen Anblick des Röntgenbildes mit den scharfen Metallschrauben und Verdrahtungen Schmerzen – nicht so bei den innovativen Implantaten aus Milchzucker. Allergische Reaktionen auf Nickel gehören damit ebenfalls der Vergangenheit an. Diese wertvollen Erfahrungen waren vor allem im Jahre 2005 für die Amerikanische Gesellschaft für Fußchirurgie von großem Interesse, auf der Dr. Kinast innerhalb der wissenschaftlichen Jahrestagung zu den Erfahrungen mit Milchzuckerschrauben aus Deutschland ausführlich berichtet hatte. Bis heute agiert das Zentrum Fuß & Sprunggelenk München von Frau Dr. Fröhlich und Herrn Dr. Kinast mit modernsten Materialien, immer auf Basis der weltweit neuesten medizinischen Erkenntnisse.

Milchzuckerschrauben erleichtern die Entscheidung für eine notwendige Operation

Milchzuckerschrauben sind eine attraktive Ausgangssituation für alle die Patientinnen, bei denen eine frühbelastungsfähige als auch gelenkerhaltende Operationstechnik zu berücksichtigen ist. Moderne Verfahren der Schmerztherapie, wie beispielsweise die Versorgung mit Milchzuckerschrauben stehen in der Fuß- und Sprunggelenkschirurgie für einen hohen Imagezuwachs. Der Eingriff, bei dem der Chirurg feinste Gewinde für die Milchzuckerschraube in den Knochen schneiden muss, um für optimalen Halt zu sorgen, dauert wegen der hohen technischen Anforderungen –  vorteilhaft sind hier sehr gute Erfahrungen in der offenen Chirurgie – jedoch bis zu 50 Prozent länger als bisherige Methoden. „Das führt aber nicht zu einer stärkeren Belastung der Patientin, da wir modernste und in höchstem Maß schonende Narkoseverfahren anwenden. Nach der OP darf die Patientin sofort wieder aufstehen und belasten, der Fuß muss jedoch für etwa 4-6 Wochen in einem Schuh mit steifer Sohle geschützt werden. Sport ist je nach Belastung nach 8-12 Wochen wieder möglich.“, so die beiden Fuß- und Sprunggelenkschirurgen Dr. Fröhlich und Dr. Kinast.

Mehr zum Thema „Milchzuckerschrauben“ und zu modernen Behandlungsmethoden erfahren Sie im Zentrum Fuß und Sprunggelenk München im Orthopädie Zentrum Arabellapark (OZA), www.oza-m.de