HÜFTENDOPROTHETIK – WIE IST DAS HÜFTGELENK AUFGEBAUT?

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, wobei der Oberschenkelknochen (Femur), eine Kugel, den Hüftkopf formt und in dem Beckenknochen (Hüftpfanne) seinen Gelenkpartner findet. Die Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen, was ein reibungsfreies Bewegen der Knochen gegeneinander erlaubt.
Das Gelenk wird mechanisch durch eine feste Kapsel zusammengehalten, die das Becken und den Oberschenkel verbindet sowie durch diverse Muskeln, die um das Gelenk am Oberschenkel anheften. Die besondere Form des Hüftgelenkes macht es möglich, dass der Oberschenkel in alle Richtungen bewegt werden kann. Der Kapselapparat und die den Oberschenkel bewegenden Muskeln sorgen für die richtige Führung und den festen Halt des Gelenkes. Insbesondere das Stehen auf nur einem Bein macht sichtbar, dass eine gute und kräftige Muskulatur für die Stabilität des Beckens gegenüber dem Bein elementar wichtig ist.
Auch postoperativ, also nach der Operation, ist eine kräftige Muskulatur Voraussetzung für eine gut funktionierende künstliche Hüfte. Je beweglicher und gedehnter die Muskulatur ist, um so besser werden Sie auch das künstliche Gelenk bewegen können. Der Gelenkknorpel, der die gelenkbildenden Knochen überzieht, wird durch die Gelenkinnenhaut, die der Gelenkkapsel innen aufsitzt, ernährt. Diese produziert die Gelenkflüssigkeit, die das Gelenk „schmiert” und so die Reibungskräfte mindert.

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Von | 2018-01-24T20:44:14+00:00 23.07.2015|Hüfte|

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