Therapie mit Eigenblut-Plasma nicht nur an Gelenken möglich

Therapieverfahren mit Eigenplasma werden von Prof. Linhardt erfolgreich bei Wirbelsäulenbeschwerden durchgeführt

Die Therapie mit körpereigenem Plasma (Autologes Conditioniertes Plasma, ACP oder Platelet Rich Plasma, PRP), wird in der Orthopädie zur Behandlung von zerstörtem Knorpel in Gelenken (Arthrose) genutzt. Dadurch können Operationen, wie beispielsweise der Einsatz von künstlichen Gelenken, hinausgezögert oder sogar vermieden werden. Auch bei Sehnenverletzungen und Entzündungen, z.B. am Schulter- oder Ellenbogengelenk, kann körpereigenes Plasma den Heilungsprozess deutlich verbessern. Generell ist in der Orthopädie ein klarer Trend zu weniger fremden Substanzen und hin zum Einsatz von körpereigenem Material zu erkennen. Eine Vielzahl von Studien hierzu hat die Überlegenheit der Plasmabehandlung bei Arthrose im Vergleich zu anderen Substanzen bestätigt.

Zudem wird die Plasmatherapie auch an der Wirbelsäule erfolgreich durchgeführt. Dabei erfolgen Injektionen mit Plasma an entzündete und abgenutzte kleine Wirbelgelenke (Facettengelenke) oder Kreuz-Darmbeingelenke (Ileosakralgelenke). Auch an entzündete und gereizte Nerven, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall, führen Eigenplasmainjektionen zu einer Entzündungsreduktion und damit Schmerzlinderung. In Kombination mit anderen, nicht-operativen Verfahren wie beispielsweise der Krankengymnastik oder der Osteopathie können hierbei Operationen an der Wirbelsäule in vielen Fällen verhindert werden. „Die Operation steht dabei, außer bei Notfällen, immer an letzter Stelle, wenn nicht-operative Maßnahmen keinen Erfolg zeigen. Sollte eine Operation dennoch nötig werden, stehen uns moderne, minimal-invasive Verfahren zur Verfügung, um für die Patienten den maximalen Behandlungserfolg zu erzielen. “ sagt Prof. Dr. Oliver Linhardt vom OZA München.

Bei der Behandlung wird das Blut des Patienten nach einer Blutentnahme zentrifugiert. Bei der Zentrifugierung setzen sich die schweren Blutbestandteile am Boden ab. Das verbleibende, gelbliche Plasma enthält neben den Thrombozyten auch Wachstumsfaktoren, die den Schlüssel zur Entzündungshemmung und Heilung bilden. Dieses Plasma wird hiernach unter sterilen Bedingungen in das betroffene Gelenk oder an den schmerzhaften Nerv gespritzt. Die Plasmabehandlung wird seit einigen Jahren erfolgreich in der Orthopädie durchgeführt.

Kontakt zum Autor:

Prof. Dr. med. Oliver Linhardt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Orthopädiezentrum Arabellapark München
Englschalkingerstr. 12
81925 München
Tel.: 0049(0)89/99909780
Fax: 0049(0)89/999097877
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