Bandscheibenprothese bei Bandscheibenverschleiß und Bandscheibenvorfall der HWS anhand eines Fallbeispiels im OZA München Wirbelsäulenzentrum, Prof. Dr. med. Oliver Linhardt

Abbildung 1 zeigt das seitliche MRT Bild einer 38-jährigen Patientin mit Schmerzen der Halswirbelsäule und auch der Arme seit 8 Monaten. Konservative Maßnahmen mit Physiotherapie, Osteopathie und gezielten Injektionen über Wochen brachten keine Beschwerdebesserung. Aufgrund des starken Leidensdrucks der Patientin besteht die Notwendigkeit für eine Operation der Halswirbelsäule.

Nach ausführlicher Aufklärung der Patientin über die Operation erfolgte durch einen vorderen Zugang zur Halswirbelsäule die Entfernung der defekten Bandscheiben einschließlich des Vorfalls HWK 5/6 und anschließend das Einsetzen eine Bandscheibenprothese HWK5/6 (Abbildung 2).

Die Patientin hatte 6 Wochen nach der Operation keine Beschwerden, die zuvor bestehenden Nacken- und Armschmerzen waren komplett rückläufig. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule war bei der Untersuchung nicht eingeschränkt.

Der entscheidende Vorteil eine Bandscheibenprothese im Vergleich zu einer Stabilisierungsoperation ist, daß das operierte Segment nach der Operation beweglich bleibt und damit das Risiko einer Anschlußdegeneration (Verschleiß der angrenzenden Segmente) deutlich reduziert wird. Bei nicht allen Patienten mit Bandscheibenproblemen ist das Einsetzen von künstlichen Bandscheiben sinnvoll, daher ist vor der Operation die genaue Prüfung der Indikation notwendig.

Seitliches MRT- Bild vor der OP mit einem Bandscheibenvorfall HWK5/6

Abb. 1: Seitliches MRT- Bild vor der OP mit einem Bandscheibenvorfall HWK5/6

Postoperatives Röntgenbild nach Einsetzen einer Bandscheibenprothese HWK5/6

Abb.2: Postoperatives Röntgenbild nach Einsetzen einer Bandscheibenprothese HWK5/6

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