Bei kleineren Operationen, beispielsweise bei Bandscheibenvorfällen oder Spinalkanalstenosen, bieten wir seit diesem Jahr Wachoperationen an.

Hierbei kommen die Patientinnen und Patienten eine Spinalanästhesie, eine Vollnarkose kann dadurch verhindert werden. Dieses Verfahren bietet insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten deutliche Vorteile im Vergleich zur Vollnarkose.

Die Gedächtnisleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt und das Herzkreislaufsystem sowie die Lunge wird nicht stark belastet. Auch der Schmerzmittelbedarf während und nach der Operation ist bei der Wachoperationen im Vergleich zur Vollnarkose geringer.

Gemäß einer Studie der Charité Berlin (Früh A. et al. Neurosurg Rev. 2025) ist die Spinalanästhesie bei mikrochirurgischen Operationen der Spinalkanalstenose ein machbares und vielversprechendes Verfahren.

Prof. Dr. med. Oliver Linhardt

Wachoperation bei Bandscheibenvorfäll oder Spinalkanalstenose

Durchführung der Spinalanästhesie bei einer Patientin