Das Handicap vieler Golfer: Fuß-Beschwerden!

Golfen ist gesund – wenn man nicht nur mit dem Elektro-Caddy unterwegs ist…

Zügiges Gehen beim Golfspielen wird von Ärzten ausdrücklich zur Prävention und Rehabilitation von Stoffwechsel- und Herzkreislauf-Erkrankungen empfohlen.

Vorausgesetzt, der Golfer ist gut zu Fuß. Neben Rückenbeschwerden, die beim Schwung behindern, sind es aber oft Schmerzen im Bereich des Hüft- und Kniegelenkes sowie der Füße, die den Golfer vom Gehen abhalten.
Häufige Beschwerden: Spreizfuß-Probleme, drückende Schuhe und Fersenschmerzen.

Der Münchner Fuß-Spezialist (und Golfer) Dr. Christian Kinast informiert:
Zwei Drittel der Menschen über 50 Jahre, besonders Frauen, haben einen sog. Hallux valgus – der Fuß spreizt sich mit zunehmendem Lebensalter auf. Der erste Mittelfußknochen verlagert sich zur Fuß-Innenseite und durch den Druck zu kleiner Schuhe bildet sich ein Schleimbeutel unter der geröteten Haut, der dann zu den Schmerzen am Fußballen führt. Auf der Außenseite des Fußes findet sich eine ähnliche Abspreizung des fünften Mittelfußknochens, der ebenfalls zum „Schuhkonflikt“ führt.

Prävention und Therapie:
Ausreichend große und weite Schuhe tragen!
Der Idealfall: Der Schuh sollte eine Daumenbreite länger als der längste Zeh sein, und neben dem Kleinzehenballen sollte der kleine Finger Platz haben.
Einlagen: Gute Einlagen helfen bei Knick-Senkfuß und Spreizfußbeschwerden.
Gymnastik: Dehnungsübungen für die langen Streck- und Beugemuskeln des Fußes, Kräftigung der kleinen Fußmuskeln
Schienen: Eine Vielzahl von Hallux valgus-Schienen helfen, die Beschwerden zu mindern. Eine Korrektur der Fehlstellung auf Dauer besteht nicht.
Operation: Bei chronisch auftretender Entzündung des Schleimbeutels über dem Ballen, bei Bedrängung des zweiten Zehs und Verlagerung zum Fußaußenrand hin und beginnende Ausbildung eines Hammerzehen.

Was tun bei Fersenschmerzen?
Ein häufiges Problem der Golfer sind Schmerzen im Bereich der Ferse. Das Fersenspornsyndrom zeigt sich durch Schmerzen an der Fußsohle unter der Ferse. Hier setzt eine Sehnenplatte an, die die Brückenkonstruktion des Fußlängsgewölbes verspannt. Überlastungen führen zu Schäden der Kollagenstrukturen und Verknöcherungen – Resultat der Ausbildung eines Fersensporns.
Auf der Hinterseite der Ferse übernimmt die Achillessehne die Kraftübertragung der Wadenmuskulatur auf das Fersenbein. Sie ist der wesentliche Motor der Abdruckphase des Fußes beim Gehen. Überlastungen führen zu Mikroeinrissen von Sehnenfasern. Hieraus resultieren Verdickungen der Sehne, Verknöcherungen und Verkalkungen in der Sehne (Achillodynie).

Prävention und Therapie:
Vermeidung eines dauernden Spannungszustands der Wadenmuskulatur, Dehnungsübungen der gesamten Muskelkette auf der Beinrückseite und das Lösung von Muskelverhärtungen in der Wadenmuskulatur und Fußmuskulatur.
Weitere Maßnahmen: Fersenerhöhung durch ein Fersenkissen sowie eine Nachtlagerungsschiene, um den Spannungszustand der Wadenmuskulatur zu senken und den morgendlichen Anlaufschmerz zu reduzieren. Dämpfende Einlagen haben einen günstigen Einfluss beim Fersenspornsyndrom. Einlagen auf der Basis einer Fußdruckmessung sind ebenso eine viel versprechende Neuerung der Einlagenherstellung für Sportler. Auch lassen sich individuell angepasste, bettende Sandalen und Flipflops für die Entspannungsphase mit Hilfe der sog. CAD-Technik herstellen. Die ärztlich durchgeführte Stoßwellentherapie oder eine Radiofrequenztherapie und Injektionen mit einem Thrombozytenkonzentrat führen zur Ausheilung degenerativer Sehnenschäden.

Pressemeldung: www.openpr.de

Von | 2015-12-04T21:26:40+00:00 23.04.2009|Golf, Publikation Dr. med. Christian Kinast|

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